Sonntag, 27. August 2017

REZENSION zu Das Licht zwischen den Wolken

Buchinfos

Titel: Das Licht zwischen den Wolken
Originaltitel: Somewhere Out There
Autorin: Amy Hatvany
Seitenzahl: 512
Erschienen: 26.06.2017
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-7645-0609-4

Preis: 19,99 €

An dieser Stelle erst Mal ein herzliches Dankeschön an das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Inhalt
                
Nathalie wächst wohlbehütet bei ihren Adoptiveltern auf. Erst mit 35 Jahren erfährt sie, dass sie eine vier Jahre ältere Schwester hat. Das muss sie zunächst erst einmal verdauen. Doch dann beschließt sie ihre Schwester Brooke zu suchen. Diese hat keine schönen Kindheits- und Jugendjahre hinter sich. Sie wurde von einer Pflegefamilie zur nächsten geschoben, bis sie schließlich wieder im Heim landete. Als sich die beiden Schwestern endlich in die Arme schließen können, haben sie viel aufzuarbeiten. Vor allem eine Frage beschäftigt sie: Warum hat ihre Mutter sie weggegeben? Zusammen versuchen sie ihre Mutter zu finden, um ihr genau diese Frage zu stellen…

Erster Satz

"Wäre ich nicht so verzweifelt gewesen, hätte ich es niemals getan."

Eigene Meinung

"Das Licht zwischen den Wolken" ist eine Geschichte, die unter die Haut geht. Es ist ein Buch, das mich auch nach der letzten Seite nicht loslässt, so emotional ist das Thema. Amy Hatvany erzählt die Geschichte der beiden Schwestern Nathalie und Brooke und ihrer Mutter Jennifer, die die beiden als Baby bzw. als Vierjährige zur Adoption freigegeben hatte. Sie tut dies immer abwechselnd, wobei sie Jennifer aus der Ich-Perspektive über ihren Lebensweg erzählen lässt. Diese unterschiedliche Erzählweise hat mir sehr gut gefallen.

Diese Charaktere sind grandios bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und zwar mit all ihren Facetten und Gefühlsschwankungen. Man erkennt genau, wieviel Glück Nathalie hatte als Baby adoptiert zu werden. Daneben steht Brookes innere Zerrissenheit, die man richtig fühlen kann. Man spürt wie stark ihre Seele verletzt wurde und sie dieses Kindheitstrauma bis heute nicht überwunden hat. Die "abgebende" Mutter Jennifer habe ich anfangs bedauert, ihre phlegmatische und sich alles schönredende Art hat mich jedoch am Ende fassungslos zurückgelassen. Wobei der Schluss des Buches absolut realistisch ist und genau zu Jennifers Charakter passt.

Durch ihren kraftvollen, klaren und nichts beschönigenden Schreibstil gelingt es der Autorin dem Buch noch mehr Wucht zu verleihen. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen, so war ich von der Handlung fasziniert. „Das Licht zwischen den Wolken“ gehört auf jeden Fall in meine Kategorie „Sahnestückchen“, weil es noch lange nachhallt und nicht nach fünf Minuten in der Masse verschwindet. Großartig.

Bewertung

 









Kommentare:

  1. Oh, das hört sich nach einem tollen Buch an.
    Liebe Grüße
    Martina

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  2. Ganz tolle Rezi mit der du mir einfach nur Lust auf das Buch gemacht hast! Auch das Cover gefällt mir hier richtig gut. Danke für den tollen Tipp <3

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  3. Was für eine fantastische Rezension, das Buch klingt toll. Ausserdem gefällt mir das Cover sehr, sehr gut. Das Buch ist direkt auf meine Wunschliste gewandert. Wer weiss, vielleicht darf es bald bei mir einziehen :-)

    Alles Liebe dir
    Livia

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