Montag, 6. Juni 2016

REZENSION zu Blüten aus Babylon

Buchinfos

Titel: Blüten aus Babylon
Autor: Günther Klößinger
Seitenzahl: 416
Verlag: Epubli
ISBN: 978-3-7418-0292-8

Preis: 24,95 €

An dieser Stelle erst Mal ein herzliches Dankeschön an Günther Klößinger für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Inhalt

Für Inspektor Prancock wird es kniffelig, als er sich gleich mit zwei Fällen auf einmal konfrontiert sieht. Er muss sich nicht nur auf die Suche nach dem Mörder der grinsenden Leiche im Dachzimmer begeben, sondern auch seine verschwundene Tochter Jasmin finden, die ihren von der Arbeit besessenen Eltern einen Denkzettel verpassen will und sie zu diesem Zweck mit einem Krimirätsel in die Irre führt. Der Tote war Mitglied im "Bund der Asketen", einer Glaubensgemeinschaft, deren Grundsätze Verzicht und Bescheidenheit sind, und doch wurden bei der gerichtsmedizinischen Obduktion Reste eines Gänsebratens in seinem Magen gefunden. Im Laufe seiner Ermittlungen entdeckt Prancock immer mehr Ungereimtheiten und begibt sich und die Menschen, die ihm nahestehen, in tödliche Gefahr. Prancock muss sich entscheiden was ihm wichtiger ist, seine Beförderung zum Kommissar und der damit einhergehende Konkurrenzkampf mit seinem Kollegen Steffens oder das Wohl seiner Familie.

Eigene Meinung

Da mich momentan das Krimifieber gepackt hat, konnte ich es gar nicht erwarten den Auftakt zur Reihe Fox & Crime, "Blüten aus Babylon", zu lesen, welcher von mir vier Eier bekommt. Bereits auf den ersten Seiten wurde ich sehr positiv überrascht, denn das Buch beginnt mit einem herzerwärmenden Vorwort des Autors, Günther Klößinger. Darin beschreibt er, wie er seinen Protagonisten Fox Prancock erschaffen hat und weshalb es sage und schreibe 13 Jahre dauern sollte, bis die Geschichte an die Öffentlichkeit gelangte, wodurch der Leser einen kleinen Einblick in die Welt eines Schriftstellers bekommt. Auch spannungstechnisch lässt er nichts anbrennen, denn man befindet sich mit dem Satz "Die Leiche lehnte, auf den linken Ellbogen gestützt, in einer Ecke des winzigen Zimmers." (S. 11) sofort mitten am Tatort gemeinsam mit Fox Prancock. Dieser Inspektor ist eine Nummer für sich, denn ohne ihn wäre die Geschichte kaum so interessant, spannend und witzig zugleich zu lesen. Er schaffte es selbst in den aussichtslosesten Situationen mit seinem brummigen Charakter eine gute Stimmung zu induzieren und bringt so eine willkommene Abwechslung in den packenden Krimi herein. Etwas verschnaufen kann man mit den Szenen, in denen Jasmin Prancock in ihrem Versteck auf ihren Märchenprinzen, ihren Freund und Mitverschwörer, wartet und darauf baut, dass ihre Eltern sich endlich mal mit ihr beschäftigen und das kniffelige Rätsel lösen, das sie ihnen gestellt hat. In deren geistiger Abwesenheit hat Jasmin eine Mauer um sich errichtet und flüchtet stets in eine Fantasiewelt, wo sie der Mensch sein kann, der sie sein möchte. Auf ihrem Rachefeldzug, wenn man ihn denn so nennen kann, wird Jasmin nicht nur erwachsen - wobei mich hier eine gewisse Szene mit ihrer neu gewonnenen Freundin Jeannie etwas abgeschreckt hat - sondern bringt sich dabei auch in tödliche Gefahr. Prancocks eigentlicher Fall, der des Mordes an einem Asketen, ist nicht weniger spannend, denn dieser entpuppt sich schon bald als schwieriger zu lösen als anfangs gedacht. Mit sprachlicher Gewandtheit und pfiffigen Charakteren gelingt es dem Autor eine unheimlich komplexe Geschichte mit einem interessanten Thema auf die Beine zu stellen, die in einen vielschichtigen Plot gipfelt, der jeden Krimifan begeistern wird.
 
Bewertung
 
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