Dienstag, 17. Juli 2018

INTERVIEW Marie Vareille "Vielleicht ist es ja Liebe"

Hey ihr Lieben,

das letzte Interview ist schon ein paar Tage her, deshalb freuen wir uns umso mehr, euch heute eine französische Newcomerin präsentieren zu dürfen: Marie Vareille!

© Philippe Lamy
1985 geboren in einer Kleinstadt in Burgund, Montbard, zog es Marie schon bald in die weite Welt hinaus. In New York und Paris studierte sie Management, um fortan bei einem Start-Up Unternehmen zu arbeiten. Das Schreiben ließ sie jedoch nie ganz los, wofür sie jeden Morgen vor der Arbeit einige viele Worte schrieb. Außerdem ist sie selbst seit Jahren eifrige Bloggerin. Nach "Manchmal ist es schön, dass du mich liebst", ist "Vielleicht ist es ja Liebe" der zweite Feel-Good-Roman der Autorin, der ins Deutsche übersetzt wurde. 

Zu ihrem neuen Buch, ihrem Alltag als Schriftstellerin und ihrem Blog hat uns die sympathische Französin in Windeseile ein paar Fragen beantwortet:

Was ist zuerst da? Die Ideen für die Handlung oder ein Protagonist, um den herum Sie die Geschichte aufbauen?

Ich fange immer mit einer Idee von einer Hauptfigur an. Wenn diese (meistens eine Heldin) einmal deutlich in meinem Kopf ist, versuche ich sie in eine heikle Situation zu bringen und schaue wie sie damit umgeht… Aber es ist immer die Hauptfigur, die als erstes da ist. 

Welche Art von Szenen schreiben Sie am liebsten und welche sind schwieriger? 

Am liebsten mag ich komödiantische Szenen, wie zum Beispiel die Verfolgungsjagd zum Flughafen, weil ich sehr viel Spaß am Schreiben dabei habe. Wenn ich beim Schreiben lache, dann denk ich mir, dass diese Szene funktioniert. Je mehr ich schreibe, desto mehr bekomme ich das Gefühl, dass sich die Leser amüsieren, wenn ich mich auch amüsiert habe! 

Ich beschäftige mich mehr mit den Szenen, die beim Leser Emotionen erzeugen müssen. Ich finde es ist viel einfacher Leute zum Lachen zu bringen als zum Weinen. Für bewegende Szenen muss man ein Gleichgewicht finden, den richtigen Ton, und bei den Lesern eine Emotion erwecken ohne ins Melodramatische oder Dramatische zu verfallen, das ist immer eine delikate Angelegenheit für mich! 


In einem Satz: Wie sieht Ihr normaler Arbeitstag als Schriftstellerin aus? 

Ich stehe um 6:30 Uhr auf und fange um 7:30 mit dem Schreiben an, ich schreibe generell den ganzen Morgen an meinem derzeitigen Roman. Am Nachmittag kümmere ich mich um die Vermarktung, ich gehe zu meinen Verabredungen, antworte auf Emails, kümmere mich um einige administrative Sachen und schließlich verbringe ich auch noch Zeit auf meine Blog und meinem Youtube-Kanal. 

Wie lange arbeiten Sie durchschnittlich an einem Buch? 

Das kommt auf das Buch und auf die Aktivitäten, die ich parallel noch mache, an, aber generell brauche ich neun Monate bis ein Jahr um eine romantische Komödie zu schreiben.

Hören Sie Musik beim Schreiben? Wenn ja, welche? 

Nein, nie. Ich mag es ich selbst zu sein, ganz in Ruhe, Türe zu, ohne Musik und ohne irgendwelche äußerliche Ablenkung. Genauso wie ich mein Handy ausmache und das Internet abschalte um mich möglichst konzentriert meinem Text zu widmen.

Haben Sie in Ihrer Kindheit beziehungsweise Jugend schon gerne Kurzgeschichten oder Ähnliches geschrieben? 

Ja, ich schreibe seitdem ich ganz klein bin. Ich denke seit ich acht oder neun bin. Zuerst hatte ich ein Tagebuch, da schrieb ich alles rein was mir durch den Kopf ging, dann schrieb ich Gedichte, Novellen und fing an eine gewisse Anzahl an Anfängen von Romanen zu schreiben als ich ungefähr 18 war, aber ich hatte noch Schwierigkeiten bis zum Schluss zu kommen, also habe ich mit dem einen aufgehört und mit dem nächsten angefangen. Ich musste warten bis ich 24 war, um endlich einen Roman fertig zu schreiben.

Wo schreiben Sie am liebsten? Wie kann man sich Ihren Schreibplatz vorstellen?

Bei mir, in aller Ruhe. Ich habe einen kleinen Schreibtisch, den ich mit Kleinigkeiten und Bildern, die mich inspirieren, dekoriert habe. Es gibt ein großes Fenster mit Ausblick auf den Innenhof, wo viel Sonne durchkommt. Und das ist wirklich "mein Ort", dort wo ich am besten schreibe.

Kommen Sie bei Ihrer Arbeit als Schriftstellerin überhaupt selbst noch ausreichend zum Lesen? Wie viele Bücher lesen Sie durchschnittlich im Jahr?

Ja, ich lese sehr viel. Ich habe sowieso ein Blog wo ich über meine Lektüren rede: "Marie lit en Pyjama" (Marie liest im Schlafanzug). Ich glaube es ist wichtig sehr viel zu lesen, wenn man selber schreibt. Ich lese ungefähr 55 bis 65 Bücher im Jahr.

Das war:

Ihr habt noch immer nicht genug von Marie Vareille? Dann schaut doch gleich mal hier auf ihrem Blog vorbei! Neugierig auf "Vielleicht ist es ja Liebe"? Dann geht's mit Klick auf den Titel zu unserer Rezension!

An dieser Stelle möchten wir uns natürlich nochmal ganz herzlich bei Marie Vareille bedanken, die unsere Fragen in Rekordzeit beantwortet hat! Merci! Das Interview haben wir auf Französisch geführt, deshalb geht abschließende ein riesiges Dankeschön an meine Freundin Josy für die Übersetzung! 

Herzliche Grüße,

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