Dienstag, 18. April 2017

REZENSION zu Das Juwel - Die weiße Rose

Buchinfos

Titel: Das Juwel - Die weiße Rose
Autorin: Amy Ewing
Seitenzahl: 400
Erschienen: 25.08.2016
Verlag: FISCHER FJB
ISBN: 978-3-8414-2243-9

Preis: 16,99 €

Inhalt

Nachdem Violet mit Ash, dem angestellten Gefährten des Hauses, von der Herzogin vom See erwischt wurde, bleiben ihr nur zwei Möglichkeiten: Flucht oder der sichere Tod. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Raven, die aufgrund der schrecklichen Experimente nur noch ein Schatten ihrer selbst ist, und Ash rennt Violet aus ihrem unerträglichen Dasein als Surrogat der Herzogin davon. Jedoch gestaltet sich dies alles andere als leicht, denn auf ihrem Weg durch die Kreise der Einzigen Stadt werden sie auf Schritt und Tritt von den Regimentern des Adels verfolgt. Auf ihrer Flucht erfährt Violet von ihrer wahren Kraft, welche die Zukunft der Einzigen Stadt auf einen Schlag verändern könnte.

Eigene Meinung

Der Auftakt der Reihe hat mir bereits so gut gefallen, dass ich mich auf "Das Juwel - Die weiße Rose" nun umso mehr gefreut habe. Meine Erwartungen wurden sogar bei weitem übertroffen, weshalb dieses Buch von mir ebenfalls fünf Eier erhält. Abermals war ich von der ersten Seite an gefesselt und obgleich ich den ersten Teil vor knapp eineinhalb Jahren gelesen habe, war jedes Detail sofort wieder da beziehungsweise wurde mir durch die geschickt eingeflochtenen Wiederholungen wieder in Erinnerung gerufen. Man wird Teil einer grausamen Welt, in der die Adeligen in einem perfiden System die Bevölkerung unterdrücken und beherrschen. Mädchen mit einer besonderen Gabe werden ihrer Familie entrissen, in einer Verwahrungsanstalt auf ihr zukünftiges Leben im Juwel, dem strahlenden Kern der Herrscher, vorbereitet und auf einer Auktion jeweils an die Höchstbietende verkauft, der sie ein Kind gebären müssen. Alleine die Vorstellung, gegen den eigenen Willen ein Kind austragen zu müssen, finde ich schon schlimm genug, doch die Surrogate müssen die Kinder ganz nach den Wünschen ihrer Herrin heranzüchten und sterben bei der Geburt. Allerdings ist das noch nicht der Gipfel der Grausamkeit, denn die Adeligen experimentieren mit den Kräften ihres Surrogats, löschen Erinnerungen und lassen sie Unvorstellbares durchführen. Mithilfe ihrer Verbündeten gelingt es dem Surrogat Violet, das sich durch ihren Kampfgeist und ihren starken Willen, sich gegen das ungerechte System aufzulehnen, erfrischend von der Masse aus stummer Folgsamkeit abhebt, aus dem Juwel zu fliehen. Dabei wird sie von ihrer Freundin Raven, die nur noch ein Schatten ihrer Selbst ist, und dem ehemaligen Gefährten Ash begleitet. So bekommt man zudem einen etwas genaueren Einblick in das Leben der Gefährten, die nach ihrer "Ausbildung" dazu gezwungen werden die Töchter der Reichen tagsüber zu umgarnen und des Nachts die Mutter selbst im Schlafzimmer zu beglücken, die teilweise sogar so alt sind, dass sie deren Großmütter sein könnten. Waren manche der Meinung, "Das Juwel" würde an die Welt von Selection erinnern und weise Parallelen zu Panem auf, so sollte diese Ansicht spätestens nach "Das Juwel - Die weiße Rose" revidiert werden. Sie haben zwar den dystopischen Hintergrund und eine starke Heldin gemein sowie ein System, das an Kasten beziehungsweise Distrikte erinnert, doch die Gesellschaft ist eine ganz andere, wie auch die Protagonisten selbst. Violet ist eine Nachfahrin der Paladininnen, der Hüterinnen der Insel Excelsior, die vom Adel gewaltsam in seine heutige Form gezwungen wurde. Ihre Aufgabe ist es nun, ihre Kräfte mit denen der vier Elemente Wasser, Luft, Feuer und Erde zu verbinden, um die Mauern einzureißen und so den Weg für die Revolutionäre des Geheimbundes "Der schwarze Schlüssel" zu ebnen. Wie es bereits beim Vorgänger "Die Gabe" der Fall war, endet das Buch in beinahe gewohnter Amy-Ewing-Manier mit einem spannenden Cliffhanger, der einen nach der Fortsetzung der Geschichte lechzen lässt. Ich kann es gar nicht mehr erwarten, diese grandiose Reihe weiterzulesen, die neben einer perfekt ausgearbeiteten Idee mit starken Charakteren und vielen spannenden Wendungen brilliert.

Bewertung
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