Donnerstag, 10. September 2015

REZENSION zu Dustlands 2: Der Herzstein

Buchinfos

Titel: Dustlands 2: Der Herzstein
Originaltitel: Rebel Heart
Autor: Moira Young
Seitenzahl: 448
Verlag: FISCHER Taschenbuch
ISBN: 978-3-596-19132-1
Preis: 8,99 €

Inhalt

Nachdem sie die Tonton in einem Kampf besiegt und deren Anführer getötet haben, ziehen Saba und ihre Geschwister gen Westen, um dort ein neues Leben anzufangen. Dort soll Saba auch Jack, ihre große Liebe, treffen, der zuvor etwas anderes zu erledigen hat. Doch auf dieser Reise durch die Dustlands lauern die Gefahren überall auf Saba und ihre Begleiter. Die Tonton, die als besiegt galten, haben sich unter einem neuen Anführer, den sie den Wegbereiter nennen, formiert und sind grausamer denn je. Was damals ein ungepflegter Haufen aus brutalen Raufbolden war, ist nun zu einer eiskalten Elitearmee geworden. Den armen Menschen wird gewaltsam der Besitz entrissen, um einen neuen, prachtvollen Staat zu errichten, bei dem auch Saba eine große Rolle spielen soll, denn auf sie ist ein Kopfgeld ausgesetzt, wobei man ihr  darf auf gar keinen Fall ein Haar krümmen darf. Als Saba die Nachricht erreicht, dass Jack den Soldaten in die Hände gefallen und mit ihnen weitergezogen ist, will sie ihn auf eigene Faust befreien, ohne dabei Rücksicht auf ihre Begleiter zu nehmen. Doch kann sie ihrer großen Liebe Jack überhaupt noch vertrauen?


Eigene Meinung

"Der Herzstein" ist der zweite Band der epischen Endzeit-Fantasyreihe "Dustlands", die das Herz fast so schnell schlagen lässt wie der erste Teil, wofür er von mir deshalb vier Eier bekommt. Nachdem ich von dem Vorgänger, "Die Entführung", so beeindruckt war, bin ich natürlich mit hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, die sehr zu meinem Bedauern, aber nicht vollends erfüllt wurden. Zuerst habe ich mit Erleichterung festgestellt, dass die Autorin dieses Mal Anführungszeichen bei der wörtlichen Rede verwendet hat, die bei Teil eins gänzlich fehlten, wodurch man glücklicherweise den Überblick behalten konnte, wer gerade sprach. Eine Besonderheit des Buches ist auf jeden Fall wieder die außergewöhnliche Sprache, denn Saba erzählt ihre Erlebnisse direkt und einfach, woran man erkennt, dass sie in ihrem Leben, das sie an einem See mit ihrem Vater und den Geschwistern verbrachte, noch mit sehr wenigen Menschen gesprochen hat, nicht lesen und schreiben kann. Diese Stimme gibt dem Buch das raue, kräftige Gefühl, das zur Geschichte und insbesondere den Figuren passt. Durch jenen Schreibstil herrscht von der ersten bis zur letzten Seite Spannung pur, sodass man es kaum aus der Hand legen kann. Allerdings habe ich mich an einigen Stellen ziemlich geärgert, denn ich konnte teilweise die Gefühlsregungen der einzelnen Personen partout nicht nachvollziehen. Wenn ich geglaubt habe, dass ich Sabas doch eher kratzbürstigen und unüberlegten Charakter nun kennen würde, dann lag ich komplett falsch. Oftmals traf sie Entscheidungen, wo ich nur den Kopf schütteln musste und bei einer Szene, ich verrate nur soviel, dass es sich dabei um ein Zusammentreffen mit dem Wegbereiter handelte, habe ich wirklich laut aufgeschrien, was ich sonst nie tue, aber ich habe mich einfach richtig über Sabas Naivität geärgert. Obwohl mich das Buch nicht vollends überzeugen konnte, bleibe ich trotzdem der Meinung, dass es sich bei "Dustlands" um eine vielversprechende Trilogie handelt, die ich jedem, der Lust auf Nervenkitzel hat, empfehlen kann. Allerdings muss man sich bewusst sein, dass diese Serie absolut süchtig macht!

Bewertung


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