Mittwoch, 12. Dezember 2018

REZENSION zu Die Schokoladenvilla

Buchinfo

Titel: Die Schokoladenvilla
Reihe: Schokoladen-Saga (Bd. 1)
Autorin: Maria Nikolai
Seitenzahl: 656
Erschienen: 08.10.2018
Verlag: Penguin
ISBN: 978-3-328-10322-6
Preis: 10,00 €

An dieser Stelle geht zunächst ein herzliches Dankeschön an das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Inhalt

Stuttgart zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Judith Rothmann ist die Tochter des bekannten Schokoladenfabrikanten Wilhelm Rothmann. Als junge Dame aus gutem Hause wird von ihr erwartet eine standesgemäße Heirat einzugehen, um dann für Haus und Familie verantwortlich zu sein. Doch Judith ist ihrer Zeit weit voraus. Sie liebt nichts mehr als neue Schokoladenkreationen auszuprobieren. Liebend gerne würde sie einmal die Leitung der Schokoladenfabrik übernehmen. Doch ihr Vater hat andere Pläne mit ihr: eine Verlobung mit einem ungeliebten Kandidaten. Doch währenddessen taucht Victor Rheinberger auf, der in Stuttgart ein neues Leben beginnen möchte...

Erster Satz

"Das Glöckchen der Eingangstür gab sein vertrautes, helles Bimmeln von sich, als Judith Rothmann das Ladengeschäft der Zuckerwarenfabrikation ihres Vaters betrat."

Eigene Meinung

Was für ein wunderbarer Schmöker! Obwohl das Buch 656 Seiten umfasst, verflogen die Seiten in windeseile. Ganz klar ist "Die Schokoladenvilla" der Beginn einer meiner neuen Lieblingsbuchreihen, als großer Fan von Downton Abbey auch kein Wunder.

Diese Familiengeschichte hat einfach alles, was ich mir von einem unterhaltsamen Buch wünsche. Die Geschichte ist hervorragend recherchiert, man erhält fundierte und detaillierte Einblicke in das gesellschaftliche Leben um 1903 in Stuttgart, am Gardasee und auch in Venedig sowie in die Produktion einer Schokoladenfabrik. Durch den mitreißenden, flüssigen und absolut angenehmen Schreibstil von Maria Nikolai bin ich als Leserin zwischen den Buchseiten verschwunden und im Stuttgart Anfang den 20. Jahrhunderts bei Judith und Victor wieder aufgetaucht. Die absolut gelungenen Dialoge lockern die Erzählung wunderbar auf und verstärken das Gefühl, in einer anderen Zeit zu sein.

Auch die Charaktere sind authentisch und ausdrucksstark ausgearbeitet.  Man merkt bei diesem Buch überall, dass die Autorin mit viel Herzblut an diesem Roman gearbeitet hat und das überträgt sich auch auf den Leser. Einfach herrlich sind dabei die beiden Rothmann-Zwillinge Anton und Karl, zwei Lausbuben die nichts als Unsinn im Kopf haben. Bei ihren Streichen habe ich Tränen gelacht. 

"Die Schokoladenvilla" ist für mich eine gelungene Mischung aus Familien- und Liebesgeschichte mit einer wohldosierten Portion Historie, kurzum ein unterhaltsames, kurzweiliges Lesevergnügen mit Suchtpotential. Ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung, die hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt. 

Fazit: Kurzweiliges, schokoladiges Lesevergnügen mit Suchtpotential.

Bewertung

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