Mittwoch, 16. Mai 2018

REZENSION zu Die Tage des Jägers

Buchinfo

Titel: Die Tage des Jägers
Originaltitel: The Final Hour
Autor: Tom Wood
Seitenzahl: 448
Erschienen: 19.03.2018
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-48678-6
Preis: 9,99 €

An dieser Stelle geht zunächst ein herzliches Dankeschön an das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Inhalt

Victor ist ein skrupelloser, unsichtbarer Auftragskiller, er ist der personifizierte Tod. Seine Identität kennt niemand, manche nennen in "Tesseract", anderen ist er unter "Hochwürden" oder "Mister Siebenundachzig Prozent" bekannt. War er Zeit seines Lebens der Jäger, wird er nun selbst zum Gejagten, denn ein hochrangiger Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes hat ein vor Jahren begangenes Unrecht noch lange nicht vergessen. Jetzt ist Antonio Alvarez in der Position, den Mann zu verfolgen, den er für zahlreiche Morde an CIA-Agenten verantwortlich macht. Als dieser Victor immer näher zu kommen droht, scheint es für ihn an der Zeit bei der brillianten Auftragskillerin Raven seinen Gefallen einzufordern: Sie soll ihn umbringen.

Erster Satz

"Der Priester war nicht besonders groß, und durch seine gebückte Haltung wirkte er noch kleiner, als er in Wirklichkeit war."

Eigene Meinung

Als glühender und treuer Victor-Fan konnte ich es natürlich gar nicht erwarten bis mit "Die Tage des Jägers" der neueste und mittlerweile siebte Band auf den Markt kam. Spätestens im Nachhinein muss ich jedoch leider schweren Herzens zugeben, dass dieses Buch bis jetzt mit Abstand das schwächste der Reihe ist, weshalb ich nur drei Eier vergeben kann. Wie bereits gewohnt steigt man unmittelbar in die Handlung ein und bekommt abermals vor Augen geführt, wie gewissenlos Victor tatsächlich ist. Die darauffolgenden Passagen über Raven, sein weibliches Pendant, das er mit einem Nervengift beinahe umgebracht, ihr jedoch die Möglichkeit zur Rettung gab, die sie wohlweislich genutzt und sich nun ins Leben zurückgekämpft hat, fand ich einerseits spannend zu lesen, andererseits schürte es die Neugier auf das was noch kommen sollte. Und genau hier liegt das Problem: Es kommt nichts. Klar, wie gehabt bietet das Buch einige actionreiche Szenen, doch abseits davon mangelte es dieser Geschichte dieses Mal eindeutig an Substanz. Ein Geheimdienstmitarbeiter heftet sich an Victors Fersen, woraus man eindeutig mehr hätte machen können, wie auch aus der zwischenzeitlichen Allianz von Raven und Victor, und versucht ihn mit fadenscheinigen Andeutungen aus der Reserve zu locken. Dass er einen so abgebrühten Killer wie Victor nicht mal eben so zu fassen bekommt, sollte ja eigentlich klar sein, da braucht es mehr als ein paar Drohungen, die letztendlich doch nichts sind als heiße Luft.

"Die Tage des Jägers" ist der mittlerweile siebte Band der Victor-Reihe, der neben actionreichen Szenen und einem gewohnt starken Hauptcharakter leider nicht viel zu bieten hatte.

Bewertung

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