Samstag, 10. Februar 2018

REZENSION zu Die Frau im hellblauen Kleid

Buchinfo

Titel: Die Frau im hellblauen Kleid
Autorin: Beate Maxian
Seitenzahl: 448
Erschienen: 13.11.2017
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-42212-4
Preis: 10,99 €

An dieser Stelle geht erstmal ein herzliches Dankschön an den Heyne-Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars, was meine Meinung aber natürlich nicht beeinflusst hat.

Inhalt

Die Wienerin Marianne Altmann, die einst ein gefeierter Filmstar war, ist entsetzt, als sie erfährt, dass ihre Tochter Vera einen Dokumentationsfilm über ihre Familie drehen möchte und dabei ausgerechnet auch noch selbst Regie führen will. Denn es gibt einige wohl gehütete Geheimnisse und ein lange zurückliegendes Verbrechen, die niemals ans Tageslicht gelangen sollten. Alles begann 1927, als Mariannes Mutter Käthe in einem geliehenen hellblauen Kleid zu einem Vorsprechen im Theater ging. Es war der Anfang einer glorreichen Karriere und einer folgenschweren Begegnung mit Hans Bleck, der zum mächtigen Produzenten der UFA aufsteigen sollte.

Erster Satz

"Der Werbespot über verdauungsförderndes Joghurt flimmerte über den Bildschirm."

Eigene Meinung

Mit ihrer mittlerweile sieben Bände umfassenden Krimireihe rund um die Journalistin Sarah Pauli erlangte Beate Maxian Bekanntheit, nun wagte sie sich mit "Die Frau im hellblauen Kleid" in neue Gefilde, welches von mir vier Eier mit eindeutiger Tendenz nach oben bekommt. Es erzählt die Geschichte vierer Schauspielerinnen aus vier unterschiedlichen Generationen und das auf ganz interessante Art und Weise. Vera, die Tochter der Filmdiva Marianne Altmann, möchte nämlich einen Dokumentationsfilm über die Altmann-Schauspielerdynastie unter ihrer Regie drehen, zeitlich angefangen mit ihrer Mutter Marianne bis hin zu ihrer Tochter Sophie, die ein aufstrebender Star am Schauspielerhimmel ist. Marianne jedoch weigert sich zunächst, weil sie fürchtet, die dunklen Abgründe der Familie könnten ans Tageslicht gelangen, doch zeitgleich will sie Vera keine falsche Geschichte erzählen lassen, sodass sie schließlich einwilligt, jedoch unter der Bedingung wirklich ganz von vorne anzufangen und zwar bei ihrer Mutter Käthe. So dient das Jahr 2015 als feste Basis und wird durchflochten von Rückblenden in die Vergangenheit, die ich als sehr erfrischend empfand. Im Zuge der Recherchen für die Filmdoku wird ein Familiengeheimnis nach dem anderen gelüftet, wodurch die Spannung konstant zunimmt und man auf die Auflösung des letzten Mysteriums hinfiebert, was für meinen Geschmack dann aber etwas zu dürftig ausfiel und der finale Wow-Effekt ausblieb. Dafür hat mir die restliche Geschichte mit ihren authentischen Charakteren richtig gut gefallen, denn sie spielt fast ausschließlich in Wien, München, Berlin und ein bisschen in Prag, allesamt Städte, die ich kenne und die ich gerne mag, sodass ich den gelungen eingeflochtenen Lokalkolorit sehr gut nachempfinden konnte. Ein weiterer positiver Aspekt sind die interessanten Einblicke in die Filmbranche, die man gewinnt.

"Die Frau im hellblauen Kleid" ist die fesselnde Geschichte vierer Frauen aus einer Schauspielerdynastie, die in zwei Zeitschienen erzählt wird und mit historisch fundiertem Wissen aufwartet sowie durch die wechselnden Schauplätze samt Lokalkolorit beeindruckt.

Bewertung


Kommentare:

  1. Huhuu <3 Deine Rezi liest sich richtig gut! Ich überlege schon eine Weile ob ich das Buch lesen soll, vielleicht kommt es nun doch noch in den Warenkorb, hab grad richtig Lust drauf bekommen :)

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    1. Huhu liebe Anja,

      vielen herzlichen Dank!! :) Das Buch liest sich richtig gut, vor allem, wenn man Wien, München, Berlin und Prag mag, dann ist es ein ganz besonderes Leseerlebnis. :D

      Herzliche Grüße,
      Kathi

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  2. Hi,
    eine tolle Rezension. Das Buch liegt auch schon bei mir zu Hause, hatte es schon begonnen aber dann irgendwie nicht weitergelesen.
    Jetzt bin ich aber doch echt neugierig und muss es doch mal demnächst lesen :)
    Liebe Grüße
    Larissa

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    1. Hey Larissa,

      danke für das Kompliment! :)
      Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit dem Buch!

      Herzliche Grüße,
      Kathi

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