Samstag, 19. November 2016

REZENSION zu Mind Games

Buchinfos

Titel: Mind Games
Autorin: Teri Terry
Seitenzahl: 464
Erschienen: 01.06.2015
Verlag: Coppenrath
ISBN: 978-3-649-66712-4

Preis: 17,95 €

Inhalt

In Lunas Leben ist jeder online, der Unterricht findet virtuell statt, genau wie Dates und Sport, sogar das Parlament tagt digital. An ihrer Schule gibt es nur eine Klasse, die auf die herkömmliche Art unterrichtet wird, die Klasse der Verweigerer, die sich aus unterschiedlichen Gründen keinen Chip haben einsetzen lassen, zu denen auch Luna gehört, da ihre Mutter vor Jahren in einem Online-Spiel starb. Deshalb ist es für sie umso verwunderlicher, dass sie von der mächtigen Firma PareCo zu einem Einstufungstest eingeladen wird und auch noch einen der begehrtesten Programmierer-Jobs erhält, obwohl sie keine Hackerin ist. Aus welchem Grund hat das Unternehmen so ein großes Interesse an ihr? Als Luna den begnadeten Hacker Gecko trifft, der die gleichen silbernen Hackertattoos besitzt, wie sie auch ihre Mutter hatte, beginnt sie die Welt von PareCo immer mehr zu hinterfragen.

Eigene Meinung

Nachdem mir die Gelöscht-Reihe von Teri Terry bereits so gut gefallen hat, wollte ich "Mind Games" natürlich auch unbedingt lesen, doch aufgrund einiger negativer Kritiken habe ich das erst einmal aufgeschoben, bis es in der Bibliothek plötzlich vor mir stand. Einem inneren Drang folgend habe ich es mitgenommen und innerhalb kürzester Zeit verschlungen, sodass dieses Buch fünf Eier erhält. Teri Terrys Schreibstil gepaart mit der tollen Grundidee für die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt. Abermals spielt die Handlung in einer dystopischen Zukunft, doch diese ist absolut beängstigend. Jeder Mensch - mit Ausnahme der Verweigerer - bekommt einen Chip in den Kopf eingesetzt, welcher allerhand Vorteile bietet, wie etwa die bessere Vernetzung, doch schon bald kristallisiert sich heraus, dass der Konzern, welcher hinter der Erfindung steckt, damit etwas viel Größeres verfolgt. Wie genau das aussieht, hätte ich jedoch niemals für möglich gehalten. Nach Beenden des Buches wurde mir auf ganz andere Weise bewusst, wie perfekt der Titel zu der Geschichte passt, sodass mich ein eiskalter Schauer durchlief. Obwohl das Buch an sich ziemlich gruselig und eigentlich gar nicht zum Lachen war, saß ich an vielen Stellen prustend vor dem Buch, da Teri Terry einen unglaublichen Wortwitz in die Geschichte mit hineingebracht hat. Wer "Mind Games" schon gelesen hat, wird sich vielleicht an die Schlumpf Szene erinnern...ich hatte Tränen in den Augen vor lauter Lachen! Wie bereits erwähnt bin ich ein großer Fan der Gelöscht-Reihe, weshalb ich umso mehr schmunzeln musste, als diese Welt in einer der Spiele auftaucht, die Luna besuchen muss. Besonders gut haben mir auch die starken Charakteren gefallen, die einem sofort ans Herz wachsen, wie beispielsweise die kluge Luna. Aber nicht nur die Hauptpersonen, sondern auch die Nebenfiguren sind markant und nur so mit Leben erfüllt, wodurch die Geschichte noch authentischer wird. Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse und das unterschwellige Grauen, das mit jeder gelesenen Seite zugenommen hat, explodiert im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Schlag. Auch wenn es noch so viele Hoffnungsschimmer auf ein Happy End gab, geht die Geschichte leider nicht vollkommen gut aus, wodurch ich die ein oder andere Träne gerade noch so unterdrücken konnte. "Mind Games" handelt von einer dystopischen Welt, in der niemand gerne leben möchte, und brilliert mit ausdrucksstarken Charakteren, der exponentiell zunehmenden Spannung sowie einem unglaublichen Sprachwitz, weshalb ich es nur wärmstens empfehlen kann.
 
Bewertung
 
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