Sonntag, 13. September 2015

REZENSION zu Schizo - Trau niemandem. Vor allem nicht dir selbst.

Buchinfos

Titel: Schizo - Trau niemandem. Vor allem nicht dir selbst.
Originaltitel: Schizo
Autor: Nic Sheff
Seitenzahl: 272
Verlag: FISCHER Taschenbuch
ISBN: 978-3-7335-0088-7
Preis: 8,99 €

Inhalt

Als Miles mit seinen Eltern und seinen beiden Geschwistern Jane und Teddy einen Ausflug an den Strand macht, hat er seinen ersten schizophrenen Anfall und sein Bruder verschwindet währenddessen spurlos. Zwei Jahre später hat die Polizei den Fall längst zu den Akten gelegt, doch Miles ist sich sicher, dass sein Bruder gekidnappt wurde und noch lebt. Er spült die Tabletten, die ihm helfen sollten, trotz seine Krankheit ein ganz normales Leben zu führen, im Klo herunter, da er die Nebenwirkungen nicht mehr ertragen kann. Daraufhin begibt er sich, lediglich begleitet von den Stimmen in seinem Kopf, heimlich auf die Suche nach dem verschollenen Teddy. Dabei stößt er auf jedoch auf eine Wahrheit, die alles in Frage stellt, an das er bisher geglaubt hat.

Eigene Meinung

Nic Sheffs Debütroman "Schizo - Trau niemandem. Vor allem nicht dir selbst." ist ein Wahnsinnsthriller, dessen Thematik mit einer Eindringlichkeit unter die Haut geht, die noch lange zu spüren ist, und bekommt deshalb von mir fünf Eier. Schon von den ersten Seiten an hat mich die spannende Geschichte gepackt und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weshalb ich es an einem Stück verschlungen habe. Auf den ersten Blick wirkt Miles Cole, die Hauptperson des Buches, wie ein ganz normaler Sechzehnjähriger, der die Highschool besucht. Doch er leidet unter der Krankheit Schizophrenie, das heißt, er hört eine Stimme in seinem Kopf, die im Anweisungen gibt, was mit einer göttlichen Macht vergleichbar ist. Auf eindringliche Art und Weise beschreibt der Autor, Nic Sheff, der als Teenager und junger Erwachsener selbst mit Drogenabhängigkeit und psychischen Problemen zu kämpfen hatte, was Schizophrenie im Teenageralter, in dieser ohnehin schon fragilen Lebensphase, bedeutet. Dabei lässt er seine eigenen Erfahrungen einfließen, sodass die Geschichte von Miles absolut authentisch und realistisch wirkt. Schon bald verschwimmt die Grenze zwischen Realität und Wahnsinn immer mehr, sodass man sich in einem packenden Thriller der Extraklasse wiederfindet. Die komplett unvorhersehbare Wendung gegen Ende des Buches hat mir buchstäblich die Sprache verschlagen, denn ich habe zu diesem Zeitpunkt wirklich mit allem gerechnet, aber garantiert nicht damit. Insgesamt kann ich diesen Wahnsinnsthriller, der die Tücken der Schizophrenie im Teenageralter auf berührende Weise aufzeigt, jedem empfehlen, der mehr über diese Thematik erfahren und dabei einen spannenden Thriller genießen möchte.

Bewertung

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