Sonntag, 22. März 2015

REZENSION zu Blumentochter

Buchinfos

Titel: Blumentochter
Originaltitel: A Filha das Flores
Autorin: Vanessa da Mata
Seitenzahl: 295
Verlag: List
ISBN: 978-3-471-35113-0
Preis: 18,00 €

Inhalt

In einer kleinen Stadt in den brasilianischen Tropen, in einer Welt voller farbenfroher Pflanzen, lebt die junge Adalgiza, von allen genannt Giza,  gemeinsam mit ihren Tanten Florinda und Margarida. Giza verkauft die bunten Blumen, die in dem prächtigen Garten hinter dem Haus wachsen, in der ganzen Stadt und erfährt auf diese Weise von den Liebesgeschichten, über die man in der Stadt nur unter vorgehaltener Hand spricht. Für Giza sind diese Briefe mit Liebesbekenntnissen die einzige Quelle, aus der sie Kraft schöpft, denn sowohl in der Gesellschaft, als auch in der Familie fühlt die sich wie eine Außenseiterin. Alle Menschen behandeln sie wie Ungeziefer, doch nicht so in dem Schandviertel der Stadt, der Vila Morena. Dort wird Gina mit offenen Armen von den Bewohnern empfangen und trifft auch ihre große Liebe wieder.

Eigene Meinung

Die Geschichte über Liebe, Leidenschaft und Familienzugehörigkeit, die wir in "Blumentochter" finden, bekommt von mir vier Eier. Durch die blumige Sprache ist mir der Einstieg in die Geschichte nicht ganz leicht gefallen. Auf den ersten hundert Seiten gibt es einige Längen, denn man erfährt hauptsächlich etwas über die farbenfrohe Welt voller Mango- und Avocadobäumen in der es viele buntschillernde Papageien gibt und lernt die Eigenheiten der Bewohner einer typischen brasilianischen Kleinstadt kennen. Besonders ans Herz gewachsen sind mir die liebevoll gestalteten Bewohner der Vila Morena, die Giza, die von ihrer Familie und den Einwohnern der Stadt abgewiesen wird, herzlich bei sich aufnehmen und ihr die schönen Seiten des Lebens zeigen. Auch Giza selbst, die auf ihre quälenden Fragen nach ihrer Herkunft die Antworten ganz alleine finden muss und dabei von den Einwohnern der Stadt nur Steine in den Weg gelegt bekommt,  war mir sehr sympathisch, obwohl ich nicht jede ihre Empfindungen und Entscheidungen nachvollziehen konnte. Trotz einiger Längen ist es eine gelungene Geschichte einer Reise in die komplexe Vergangenheit auf der Suche nach Antworten mit unerwarteten Wendungen, gespickt mit poetischen Beschreibungen von Landschaft, Kultur und den eigenwilligen Bewohnern.

Bewertung

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