Dienstag, 14. Februar 2017

REZENSION zu Nichts als Ärger mit der Liebe

Buchinfos

Titel: Nichts als Ärger mit der Liebe
Originaltitel: Twisted
Autorin: Emma Chase
Seitenzahl: 320
Erschienen: 05.06.2015
Verlag: LYX Egmont
ISBN: 978-3-8025-9616-2

Preis: 9,99 €

Inhalt

Zwei Jahre sind Drew und Kate nun schon zusammen, doch auch das Traumpaar muss schon bald feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, bis ans Ende ihrer Tage glücklich zu leben. Die beiden können sich keinen anderen Partner vorstellen, der besser zu ihnen passen würde, und doch scheint ihre Beziehung mit einem Schlag vorbei zu sein, als ein dummes Missverständnis ihrem Glück einen heftigen Dämpfer verpasst. Schmerzhaft muss Kate sich eingestehen, dass Drew für den nächsten Schritt in ihrer Beziehung wohl noch nicht bereit ist und dies vielleicht auch nie sein wird.

Eigene Meinung

Lange musste "Wer wird denn gleich von Liebe sprechen?!" auf meinem SuB ein tristes Dasein fristen, bis ich es in den letzten Sommerferien schließlich erlöst und innerhalb eines Tages verschlungen habe. Das Buch hat mich mehr als überrascht, es hat mich förmlich vom Hocker gehauen, weshalb ich mir sogleich die Fortsetzung "Nichts als Ärger mit der Liebe" gekauft habe, das ebenfalls fünf Eier bekommt. Gleich von der ersten Seite an war ich wieder mitten im Geschehen. Zwar wird die Geschichte dieses Mal aus der Perspektive von Kate erzählt - nicht aus Drews wie bisher - doch dieser Wechsel der Erzählweise macht alles nur noch umso interessanter. Der Schreibstil von Emma Chase ist einfach genial, denn es kommt einem vor, als würde man diese Geschichte von der besten Freundin erzählt bekommen, welche die Erzählung mit vielen pikanten Details und direkter Einbeziehung des Lesers lebendig macht. Normalerweise bin ich eigentlich kein Fan von detaillierten Sexszenen, doch hier gehören sie irgendwie dazu und stören auch absolut nicht, es hilft vielmehr, die Protagonisten besser zu verstehen und sich mit ihnen zu identifizieren. Das Missverständnis an sich, das den Untergang der Beziehung ankündigt, ist gewöhnlich wie es nur sein kann und könnte mit Leichtigkeit beseitigt werden. Allerdings besitzt Drew ein sehr aufbrausendes Wesen und neigt dazu, ein ums andere Mal seinen ansonsten so scharfen Verstand abzuschalten, was der eigentliche Ursprung der Misere ist. Als Leser durchschaut man das Problem sogleich, was den Clou der Geschichte ausmacht. Während des Lesens war ich ganz hibbelig, weil ich die beiden am liebsten durchgeschüttelt und ihnen gesagt hätte, dass sie doch einfach mal vernünftig miteinander reden sollen, anstatt dickköpfig auf ihrem Standpunkt zu verharren und sofort alle Brücken abzubrechen. Das vorhersehbare Happy-End war natürlich wieder richtig schön zu lesen, obgleich es ziemlich kitschig war, aber genau das ist das tolle an den Büchern von Emma Chase: Es ist die absolut klassische Liebesgeschichte, die durch den einzigartig lebendigen Schreibstil brilliert. Mein persönliches Highlight war auch die Kurzgeschichte, die an das Ende anschloss, denn dort kam Drew wieder zu Wort, den ich insgeheim schon vermisst hatte. "Nichts als Ärger mit der Liebe" kann ich Fans von Liebesgeschichten zum Dahinschmelzen mehr als nur empfehlen, jedoch sollte man zuvor "Wer wird denn gleich von Liebe sprechen?!" zuvor gelesen haben, um die Dynamik zwischen den Protagonisten zu verstehen.
 
Bewertung
 
 

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