Mittwoch, 3. August 2016

REZENSION zu Liebe und andere Fremdwörter

Buchinfos

Titel: Liebe und andere Fremdwörter
Originaltitel: Love & other foreign words
Autorin: Erin McCahan
Seitenzahl: 352
Verlag: FISCHER FJB
ISBN: 978-3-8414-2161-6

Preis: 16,99 €

Inhalt

Josie Sheridans Intelligenzquotient liegt einige Punkte über Genie, doch sie ist keine Außenseiterin, denn sie spricht viele Sprachen. Highschool, College, Freundinnen, Schlussmachen und die der schönen Menschen sind nur einige Beispiele. Allerdings ist keine davon ihre Muttersprache und schon gar nicht Liebe. Letztere muss Josie jedoch dringend genauer erforschen, als ihre Schwester Kate ihr plötzlich den Mann vorstellt, den sie zu heiraten gedenkt, welchen Josie allerdings nicht leiden kann, da sie der festen Überzeugung ist, er sei der falsche Partner für Kate. Doch was weiß Josie schon von der Liebe? Mit reiner Logik bekommt sie diese Sache einfach nicht in den Griff und auch das neuerliche Kribbeln in der Magengegend kann sie sich nicht vernünftig erklären.

Eigene Meinung

"Liebe und andere Fremdwörter" erzählt die Geschichte einer Intelligenzbestie von Mädchen, das feststellen muss, dass sich nicht alles durch reine Logik erklären lässt, schon gar nicht die Liebe, und bekommt von mir vier Eier. Anfangs hat mich die Thematik des Buches etwas abgeschreckt, denn es gibt meistens nur zwei Varianten, wenn in der Geschichte eine hochbegabte Figur vorkommt. Entweder wirkt es total überzogen, unrealistisch und man merkt eindeutig, wie wenig der Autor von dem Wesen eines solchen Menschen versteht oder die Person ist authentisch skizziert und man gewinnt Einblicke in deren Gehirn und lernt somit die Welt auf eine ganz besondere Art und Weise kennen. Nach anfänglichen Zweifeln, da die Protagonistin Josie doch sehr schräg dargestellt wurde, hat sich glücklicherweise gezeigt, dass es sich in diesem Buch um den zweiten Fall handelt. Josie wurde mir zunehmend immer sympathischer, denn ihre Art zu Denken ist einfach unglaublich liebenswert und bringt jeden zum Lachen, sei sie noch so eigenartig, wie etwa wenn sie berechnen will, wie viel Ratte sie in ihrem bisherigen Leben verspeist hat. Obwohl Josies IQ über dem Wert eines Genies liegt und sie das College und die Highschool mit ihren beinahe sechzehn Jahren, wie sie immer gerne betont, zugleich besucht, hat sie keine Ahnung von der Liebe und muss sich deshalb mit den gleichen Problemen herumschlagen wie ihre normalen Klassenkameraden. Dabei wird sie jedoch nicht müde zu versuchen trotzdem eine logische Erklärung für dieses Phänomen zu finden, vor allem da sie ihrer Schwester Kate die Hochzeit mit dem schrägen Geoffrey Stephen Brill ausreden will. Ihrer Ansicht nach ist er der falsche Partner und Josie tut nahezu alles in ihrer Macht stehende, um ihr das auch zu zeigen. Allerdings erreicht sie damit genau das Gegenteil, denn Kate verteidigt Geoff bei jeder sich bietenden Gelegenheit und gerät in den Hochzeitsvorbereitungen zunehmend mit Josie in einen Konflikt, besonders was deren Aussehen bei den Feierlichkeiten betrifft. Diese Szenen sind herrlich zu lesen, denn Josie schaffte es jedes Mal auf ein Neues, mich zu überraschen und zauberte mir mehrmals ein Lächeln aufs Gesicht. Auch wenn das Ende des Buches etwas vorhersehbar war, hat mir unglaublich gut gefallen, mit welcher sprachlichen Gewandtheit die Autorin den Begriff Liebe definiert und Josie ebenfalls ihr Glück findet. Empfehlenswert ist dieses Buch nicht nur aufgrund der schönen Liebesgeschichte, sondern auch wegen der sympathischen Intelligenzbestie Josie, die auf ihrer Suche nach einer logischen Erklärung für die Liebe jeden zum Schmunzeln bringt.
 
Bewertung
 
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