Mittwoch, 31. August 2016

REZENSION zu Blood Target

Buchinfos

Titel: Blood Target
Originaltitel: The Game
Autor: Tom Wood
Seitenzahl: 448
Erschienen: 16.09.2013
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-47875-0

Preis: 9,99 €

Inhalt

Victor, der als Auftragskiller für die CIA arbeitet, wird mit einer Aufgabe konfrontiert, die sogar den erfahrenen und kaltblütigen Profi ins Schwitzen bringt und ihn bis an seine Grenzen treibt: Bei einem holländischen Berufskollegen namens Felix Kooi, den Victor kürzlich ermordet hat, fand man Hinweise auf ein bevorstehendes Treffen mit einem Makler, einem Vermittler zwischen Kunde und Auftragskiller, der noch nichts von Koois Tod zu wissen scheint. Deshalb soll Victor sich nun als dieser ausgeben und herausfinden, um welchen Job es dabei gehen sollte. Die ganze Angelegenheit gestaltet sich allerdings länger und weitaus komplexer, als er vermutet hätte. Victor, der von einem Einzelauftrag ausging, wird nach Rom beordert, wo er auf ein ganzes Team zwielichtiger Gestalten trifft, die gemeinsam mit ihm den spektakulären Job erledigen sollen. Als der Makler Victor endlich erklärt, was in Rom geplant wird, läuft es selbst dem berechnenden Profi eiskalt den Rücken hinunter.

Eigene Meinung

Nachdem ich in letzter Zeit einige Liebesromane gelesen habe, hatte ich mal wieder Lust auf einen spannenden Thriller. Da Tom Wood mich mit seinem Buch "Dark Day" bereits begeistern konnte, fiel meine Wahl auf einen weiteren Band der Victor-Reihe, "Blood Target", welcher von mir fünf Eier bekommt. Ehe man sich versah, befand man sich mitten im Geschehen. Bereits auf der ersten Seite begleitet man Victor auf einer spannenden Verfolgungsjagd durch die Gassen von Venedig, welche für manche Beteiligten tödlich endet. Dabei kam ich mir vor, als wäre ich wirklich direkt bei einem James Bond Film dabei, so detailliert und realitätsnah waren die Beschreibungen. Unheimlich gut gefallen hat mir auch der Einblick in Victors Psyche und seine unmittelbar damit verbundene Arbeitsweise. Manchmal erscheint er gar nicht wie ein Mensch, sondern ähnelt eher eine eiskalten, berechnenden Maschine, die alle Risiken auf den ersten Blick erkennt und sich für jede mögliche Unannehmlichkeit sofort eine Maßnahme zurechtlegt. Deshalb ist es auch kaum überraschend, dass er für den schwierigen Auftrag angeheuert wird, wobei er dabei noch nicht weiß, wie gering seine Chancen sind, lebend aus der Sache herauszukommen. Er gibt sich als der holländische Auftragskiller Felix Kooi aus, um herauszufinden, für welchen großen Job der Makler diesen engagieren wollte, da er nicht zu wissen scheint, dass der Holländer gar nicht mehr lebt. Spätestens als Victor alias Kooi zu der Elitetruppe nach Rom trifft, die gemeinsam den Auftrag ausführen soll, merkt man, wie es langsam zu brodeln und zu knistern anfängt. Die Spannung sowie der Puls steigen an und man kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, weil man genauso wie Victor vollkommen ahnungslos ist, was den anstehenden Job betrifft und natürlich unbedingt wissen möchte, für was all die Geheimniskrämerei nun gut war. Als ich dachte, spannender und nervenaufreibender könnte es nicht mehr werden, zeigt sich, wofür Victor wirklich engagiert wurde und mir blieb erst einmal die Luft weg, weil ich mit nahezu allem, aber nicht DEM gerechnet hätte. Wirklich genial ist auch der Schluss, der nochmal Victors ganzes Können demonstriert. Tom Wood ist ein absolut verlässlicher Autor, was ausreichend Spannung und Action betrifft, da macht er auch mit "Blood Target", dem dritten Teil der Victor-Reihe, keine Ausnahme. Es ist ein Thriller der Extraklasse, der besonders für Fans von Jason Bourne sehr interessant sein dürfte.

Bewertung

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