Dienstag, 26. Juli 2016

REZENSION zu Hokuspokus, liebe mich

Buchinfos

Titel: Hokuspokus, liebe mich
Originaltitel: The Potion Diaries 1
Autorin: Amy Alward
Seitenzahl: 384
Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-40341-9

Preis: 9,99 €

An dieser Stelle erst Mal ein herzliches Dankeschön an das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Inhalt

Prinzessin Evelyn von Nova hat extra für ihren Angebeteten einen Liebestrank zusammengemischt, welcher sehr schwer herzustellen ist, doch durch einen unglücklichen Zufall nimmt sie ihn selbst zu sich und verknallt sich prompt in ihr eigenes Spiegelbild und das ausgerechnet am Tag ihres 18. Geburtstags. Die Feierlichkeiten werden umgehend abgesagt und die besten Alchemisten des Landes ins Schloss berufen. Darunter befindet sich auch die junge Schülerin Samantha Kemi, deren Familie einst zu den berühmtesten Alchemisten des Königreiches gehörte. Sie träumte schon lange davon, ihrer Familie durch den Gewinn der Jagd nach einem Gegengift zur Rettung der königlichen Familie neuen Ruhm zu bringen, um ihren Liebsten ein besseres Leben zu ermöglichen. Allerdings muss sie sich erst gegen ihre Mitbewerber, allen voran das Mega-Pharmaunternehmen des Landes und die fiese Emilia Toth, durchsetzen und vor ihnen die richtigen Ingredienzen für das Heilmittel finden, die jedoch allesamt ziemlich schwer zu beschaffen sind und eine große Portion an Mut sowie Köpfchen erfordern. Der größte Konkurrent ist jedoch die Zeit, denn der Liebestrank vernebelt Prinzessin Evelyns Verstand zunehmend und sie droht mit ihrer Magie das ganze Königreich zu vernichten.

Eigene Meinung

"Hokuspokus, liebe mich" hat mich von der ersten Seite vollends in den Bann gezogen und meine Erwartungen bei weitem übertroffen, weshalb es von mir fünf Eier bekommt. Dieses Buch erregte meine Aufmerksamkeit tatsächlich durch die starke Farbgebung des Covers, die meine Neugier auf den Inhalt weckte. Bei all dem pink erwartete ich eine kitschige Geschichte für Zwölfjährige, doch der Klappentext versprach eine spannende Schnitzeljagd auf der Suche nach einem Heilmittel für die vergiftete Prinzessin, die eindeutig ein älteres Zielpublikum anspricht als das Cover suggeriert. Kurz nachdem ich das Buch erhalten habe, stürzte ich mich mit großer Begeisterung auf den Inhalt, da dieser erfrischend anders klang. Die Erzählung beginnt mit einer kurzen Textpassage aus der Ich-Perspektive der Prinzessin beschrieben, welche die letzte Zutat zu ihrem Liebestrank hinzugibt, nur um darauf zu Samanthas Sichtweise zu wechseln, die mit der Inventur des kleinen Ladens der Familie beschäftigt ist. Daran sieht man bereits wie unterschiedlich die Welt der beiden ist. Die Prinzessin bekommt alles was sie will, so wirkt es zumindest auf Sam, die bei ihrem Großvater eine Lehre der Kunst der Alchemie bestreitet, da ihre Familie sich ein Studium desselben Faches an der Universität nicht leisten kann. Durch die wechselnden Perspektiven erfährt man zunehmend mehr aus den Welten beider Mädchen, wo sich schnell zeigt, dass in Evelyns ach so perfekter Welt doch nicht alles Gold ist was glänzt, denn sie steht unter einem enormen Druck, beispielsweise was eine baldige Heirat betrifft. Aus diesem Grund hat sie einen Liebestrank für ihren Angebeteten gemischt, damit dies endlich ein Ende hat, doch sie vertauscht aus Versehen die Becher und verliebt sich unsterblich in ihr Spiegelbild, was schließlich dazu führt, dass ihre Magie vollkommen außer Kontrolle gerät und das gesamte Königreich zu vernichten droht. Eine Wilde Jagd nach dem Heilelexier ist die letzte Hoffnung des Königshauses, die unheimlich spannend zu verfolgen ist, denn man fiebert sofort mit der sympathischen Sam mit, bei der sich schon zu Beginn des Buches ein unglaubliches Talent zeigt, denn ihr gelingt es mit Leichtigkeit die schwierigsten Tränke zu brauen. Die Jagd wäre jedoch langweilig, wenn es nicht die richtigen Konkurrenten gebe, die zweifelsohne vorhanden sind. So muss  sich Sam gegen die intrigante und gefährliche Schwester des Königs, Emilia Toth, welche bereits zahlreiche Bewerber ausgeschalten hat sowie den Großkonzern ZoroAster, der synthetische Mittel produziert, durchsetzen. Zain, der Sohn des großen Pharmaunternehmers Zol Aster, ist ihrer Konzentration dabei auch nicht gerade förderlich, denn mit seinem Charme und seinem guten Aussehen bringt er ihre Gefühlswelt gehörig durcheinander. Die kurzen Sequenzen der beiden fand ich immer sehr schön zu lesen, denn darin sieht man Sam in gewisser Weise aus den Augen einer anderen Person und sieht ihr wahres Talent, das sie nicht zu erkennen scheint. Auf den letzten Seiten überschlagen sich die Ereignisse und man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. "Hokuspokus, liebe mich" ist eine spannende Geschichte über ein Mädchen, das über sich selbst hinauswächst, auf der Mission das Leben mehrerer Menschen zu retten, und zugleich der Beginn der Love Potion-Reihe, die ich jedem nur wärmstens empfehlen kann.
 
Bewertung


 

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