Donnerstag, 5. Mai 2016

REZENSION zu Diamond Sisters 1: Las Vegas kennt keine Sünde

Buchinfos

Titel: Diamond Sisters - Las Vegas kennt keine Sünde
Originaltitel: The Secret Diamond Sisters
Autorin: Michelle Madow
Seitenzahl: 464
Verlag: cbt
ISBN: 978-3-570-31040-3

Preis: 9,99 €

Inhalt

Nachdem die Mutter von Peyton, Courtney und Savannah in die Entzugsklinik eingewiesen wurde, sollen die drei Schwestern zu ihrem verschollen geglaubten Vater ziehen. Doch dieser ist niemand Geringeres als Adrian Diamond, der millionenschwere Hotelmagnat von Las Vegas. Von einem Tag auf den anderen müssen sich die drei nicht mehr um ihre alkoholabhängige Mutter und ihre Geldnöte sorgen, sondern können in eine vollkommen neue Welt eintauchen. Sie leben in einem Luxus-Penthouse auf dem Sunset Strip, haben No-Limit-Creditcards, Bodyguards und kosten all den ihnen gebotenen Glamour in vollen Zügen aus, wären da nicht die Intrigen und Eitelkeiten, die der Reichtum mit sich bringt. Die grundverschiedenen Schwestern reagieren auf diese neue Situation gänzlich unterschiedlich, die ansonsten so vernünftige Courtney stürzt sich in eine verbotene Affäre, Savannah geht Shoppen, bis die Kreditkarte glüht und die rebellische Peyton mit dem rebellischen Goth-Look unternimmt alles Mögliche, um es ihrem Vater heimzuzahlen. Lediglich das Geheimnis ihrer Vergangenheit vereint die drei und wirft einen Schatten über die ansonsten so schillernde Welt des Glamours.

Eigene Meinung

"Diamond Sisters - Las Vegas kennt keine Sünde" habe ich zur Hand genommen, weil ich erstens das Cover ansprechend fand und ich mich zweitens nach einer leichten Lektüre für zwischendurch umsah. Letzteres trifft auf jeden Fall zu, doch wegen einiger Schwächen vergebe ich drei Eier für dieses Buch. Da sich die Geschichte sehr nach Klischee anhörte, bin ich mit keinen großen Erwartungen herangegangen, was durchaus der richtige Weg war, wie ich schon bald feststellte. Was man der Erzählung allerdings nicht vorwerfen kann ist Langatmigkeit, denn gleich auf den ersten Seiten wird der Umzug der drei Schwestern nach Las Vegas beschrieben. Etwas störend fand ich hierbei, dass die drei Mädchen dem Klischee dreier grundverschiedener Geschwister vollkommen entsprachen. Peyton nimmt die Rolle der Rebellin mit der harten Schale ein, Courtney ist die Streberin, die sich vehement an alle Regeln zu halten versucht und Savannah ist das naive Blondchen, das von einer Karriere als Pop-Sängerin träumt. Dass alle drei unglaublich toll aussehen ist natürlich selbstredend. Ich denke die Geschichte hätte um einiges mehr gewonnen, wenn einer der Geschwister ein Junge gewesen wäre, da sich dann nicht immer alles um das Aussehen drehen würde. Die Art und Weise, wie das Leben der drei auf dem Sunset Strip beschrieben wird, finde ich hingegen sehr gelungen, denn die Perspektive wechselt in angemessenen Abständen zwischen Savannah, Courtney, Peyton und der Intrigantin Madison, welche ihre Position als heißestes Mädchen der Schule, das alles und jeden bekommt was es will, gefährdet sieht. Ehrlich gesagt habe ich mich immer auf Madisons Teile gefreut, denn diese waren nicht ganz so klischeemäßig wie bei den drei anderen und zudem haben sie einiges ins Rollen gebracht. Was man allerdings nie vergessen darf ist die Tatsache, dass die gesamte Handlung sich in weniger als drei Wochen ereignet. Deshalb finde ich es doch sehr unwahrscheinlich, dass Savannah sich Hals über Kopf verliebt, Peyton den Playboy der Schule abschleppt und die vernünftige Courtney ihre große Liebe findet und das alles gleich am ersten Tag. Kaum in Vegas angekommen scheinen sie ihr bisheriges Leben und dabei besonders ihre Persönlichkeit vergessen zu haben. Aufgelockert wird die Geschichte übrigens noch durch Beiträge auf der Internetseite www.campusbuzz.com, auf welcher die Schüler der Goodman Privatschule über brisante Themen, wie etwa die Ankunft der drei Diamond-Schwestern und allerlei Klatsch und Tratsch diskutieren. In meinen Augen war dies etwas überflüssig und wirkte eher wie eine Kopie von Gossip Girl, ich könnte mir jedoch sehr gut vorstellen, dass diese Plattform in den folgenden Büchern der Trilogie eine größere und vor allem aktivere Rolle einnehmen, wenn Courtney, Peyton und Savannah ebenjene Schule besuchen. Insgesamt ist der erste Teil der Diamond-Sisters Reihe, "Las Vegas kennt keine Sünde", all jenen zu empfehlen, die gerne eine leichte Lektüre für Zwischendurch suchen und in die Welt der Reichen und Schönen mit ihren zahlreichen Intrigen eintauchen wollen. Außergewöhnliche Charaktere und eine spannende Geschichte mit überraschenden Wendungen hingegen wird man dort eher nicht vorfinden.

Bewertung
 

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