Samstag, 2. April 2016

REZENSION zu Göttlich verloren

Buchinfos

Titel: Göttlich verloren
Originaltitel: Dreamless
Autorin: Josephine Angelini
Seitenzahl: 512

Verlag: Dressler
ISBN: 978-3-7915-2626-3

Preis: 19,95 €

Inhalt

Auf Helen Hamiltons schmalen Schultern liegt eine große Pflicht, denn sie ist die Deszendentin, deren Aufgabe darin besteht, jede Nacht in die Unterwelt hinabzusteigen, um dort ihre Mission zu erfüllen. Alle setzen auf ihr Gelingen, die Furien aufzusuchen, um somit die Scions von ihrer Blutrache zu befreien. Doch diese Aufgabe zehrt stark an Helens Nerven und tagsüber muss sie zudem ihre Gefühle für Lucas in den Griff bekommen, denn er ist ihr Cousin, weshalb sie sich unmöglich lieben dürfen. Helen wird immer schwächer und hat keinen blassen Schimmer, wie sie die Furien finden soll, während ihr die Zeit davonläuft. Aber dann trifft sie in der Unterwelt auf Orion, der ihr fortan bei ihrer Mission hilft. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto näher kommen sie sich. Dann geschieht etwas, was ausgerechnet die beiden Feinde Lucas und Orion zum Zusammenhalten zwingt: Durch einen Hinterhalt von Ares wird die Grundlage für einen neuen Trojanischen Krieg gelegt, der nun unausweichlich scheint.

Eigene Meinung

Nach "Göttlich verdammt" ist "Göttlich verloren" nun der zweite Teil der Trilogie rund um die Scions, die Nachfahren der Götter, die dazu verdammt sind, ihre Ahnen zu stürzen. Nachdem der erste Band mit einem Cliffhanger der ganz fiesen Sorte geendet hatte - Lucas und Helen erfuhren, dass ihre Liebe keine Zukunft habe, da sie verwandt seien - konnte ich es natürlich kaum erwarten, weiterzulesen. Einige meiner Freunde haben mich zwar vorgewarnt, dieses Buch sei mit Abstand das schwächste der Trilogie, aber ehrlich gesagt kann ich dieser Kritik nicht zustimmen, "Göttlich verloren" ist mindestens gleichwertig, weshalb es von mir vier Eier bekommt. Wir bereits bei dem Vorgänger, habe ich mich auch in diese Geschichte schnell eingefunden und habe gemeinsam mit Helen gelitten, die jede Nacht im wahrsten Sinne des Wortes durch die Hölle gehen muss. Deshalb bekommt sie überhaupt keinen Schlaf mehr, was einen normalen Menschen innerhalb kürzester Zeit zugrunde richten müsste. Anfangs fand ich es ehrlich gesagt auch etwas eigenartig, dass Helen zwar dunkle Augenringe hatte und von Tag zu Tag dünner wurde, allerdings nahezu im Vollbesitz ihrer Kräfte war, obwohl sie mittlerweile monatelang nicht mehr geschlafen hatte. Aber man darf an dieser Stelle natürlich nicht vergessen, dass Helen eine Halbgöttin, eine Nachfahrin der Olympier ist, deren Körper dementsprechend auch anderes ausgestattet ist. Alleine die Vorstellung, in die Unterwelt herabsteigen zu müssen und das auch noch jede einzelne Nacht, finde ich unheimlich beängstigend und da ist es auch nicht verwunderlich, dass Helens Auftrag an ihren Nerven zehrt. Glücklicherweise bekommt sie von ihrer Mutter Daphne, die sich ansonsten komischerweise rein gar nicht für ihre Tochter zu interessieren scheint, Orion an die Seite gestellt, der ihr dort unten hilft. Mich hat es zwar etwas gestört, dass die beiden sich innerhalb kürzester Zeit immer näher kamen, weil Helen Lucas doch erst noch ihre ewige Liebe geschworen hatte und nur weil sie ihn nicht haben konnte, da er ihr Cousin ist, sich gleich wieder auf die Suche nach einem neuen Partner begibt, aber andererseits ist Orion in ihrer momentanen Situation wirklich der einzige, auf den sie sich verlassen kann und der sie aus der Hoffnungslosigkeit der Einsamkeit befreit. Gegen Ende spitzt sich die Handlung immer weiter zu und die Anziehungskraft des Buches wurde entsprechend immer höher, doch dann das: Ausgerechnet bei einer Wendung, die spannender nicht sein könnte, endet das Buch! Ich kann mich wirklich nicht daran erinnern, jemals so einen fiesen Cliffhanger gelesen zu haben. Zum Glück steht der nächste Teil, "Göttlich verliebt", schon oben im Bücherregal, denn diesen werde ich mir gleich einverleiben. Wer von dem Auftakt der Göttlich-Trilogie begeistert war und mit Teil zwei, also "Göttlich verloren" anfängt, der sollte sich den abschließenden Band unbedingt gleichzeitig zulegen, denn der Suchtfaktor der Reihe ist unheimlich groß.


Bewertung

 
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Kommentare:

  1. Huhu liebe Kathi!

    Mit deiner Rezension hast du mich daran erinnert, dass ich diese Reihe auch ganz bald fortsetzen möchte. :) Ich bin schon sehr gespannt auf Band 2, denn ich mag düstere Stimmung und die gibt es in der Hölle nehme ich an zu genüge. ;) Viel Spaß mit dem großen Finale!

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

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    1. Hallo liebe Nina,

      es freut mich natürlich immer so etwas zu hören!!! :) Und ja, düstere Stimmung hast du in diesem Buch wirklich reichlich! Mal sehen, wie das Ganze ausgeht...

      Ganz liebe Grüße
      Kathi ♥

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