Dienstag, 25. August 2015

REZENSION zu Ohne dich fehlt mir was

Buchinfos

Titel: Ohne dich fehlt mir was
Originaltitel: One Perfect Summer
Autor: Paige Toon
Seitenzahl: 448
Verlag: FISCHER Krüger
ISBN: 978-3-8105-2034-0
Preis: 14,99 €

Inhalt

Für Alice ist es Liebe auf den ersten Blick, als sie Joe in den Ferien in einem Pub, wo er als Barkeeper arbeitet, kennenlernt. Bei ihm scheint es nicht anders zu sein und die beiden verbringen den Sommer unbeschwert und glücklich miteinander. Doch dabei ist beiden klar, dass ihre Beziehung der Realität niemals standhalten kann, denn die ehrgeizige Alice will in Cambridge studieren, während Joe in dem Pub seiner Eltern schuftet. Als Alice mit gebrochenem Herzen ihre erste Vorlesung in Englischer Literatur antritt, versucht sie sich zu ermahnen, dass Männer wie der charmante und kluge Lukas viel besser in ihr Leben passen. Aber die Erinnerung an ihre große Liebe Joe will nicht verblassen, egal wie sehr sie sich anstrengt. Doch eines Tages, Jahre nach ihrer Sommerromanze, sieht sie ihn wieder: auf der Kinoleinwand. Allerdings trennen sie auch jetzt noch Welten, denn Joe ist mittlerweile ein berühmter Filmstar.

Eigene Meinung

Die Liebesgeschichte von Alice und Joe, um die es in "Ohne dich fehlt mir was" geht, bekommt von mir vier Eier. Da ich schon so viel Gutes über die englische Bestsellerautorin Paige Toon, die übrigens die Tochter eines Rennfahrers ist, gehört habe, war es nun langsam aber sich an der Zeit, eins ihrer Bücher zu lesen. Dass dieses Buch ein Happy End hat, war natürlich von vornherein klar, aber dennoch hat es mich positiv überrascht. Was ich nach dem Cover zu urteilen als kitschigen Liebesroman, bei dem alles vorhersehbar ist, abgestempelt habe, entpuppte sich schon bald als tragische Geschichte über die erste Liebe, die man sein Leben nicht vergisst, schwierige Familienverhältnisse und das Erwachsenwerden mit der damit verbundenen Verantwortung und den einhergehenden Verpflichtungen. Ich habe mich auch erstaunlich schnell in die Geschichte eingefunden - hach die wahre Liebe auf den ersten Blick scheint es ja doch noch zu geben - , denn der Schreibstil von Paige Toon ist sehr angenehm locker und lebendig, sodass die Seiten förmlich dahingeflogen sind und ich das Gefühl hatte direkt mit vor Ort zu sein, wo ich auch mehrmals das Bedürfnis hatte, in die Handlung einzugreifen. Die Protagonistin der Geschichte, die junge Alice, ist nämlich manchmal so dermaßen naiv, dass ich sie am liebsten einmal kräftig durchschütteln würde, um sie wieder zur Vernunft zu bringen. Dadurch hätte man vermutlich so manche Fehlentscheidung abwenden können, besonders was ihre Männerwahl betrifft. In dieser Geschichte war, wie erwartet, viel Herzschmerz dabei, aber zu meiner Verblüffung nicht kitschig, sondern tatsächlich romantisch und nachvollziehbar. Was mir allerdings nicht besonders gut gefallen hat, war das abrupte Ende. Das ganze Buch hindurch plätschert die Handlung eher so dahin aber auf den letzten dreißig Seiten passiert so viel, wie auf den vorherigen zweihundert nicht, was ich persönlich etwas schade fand, denn über diesen Teil hätte ich gerne mehr erfahren. Außerdem sind noch einige Fragen offen geblieben, was mich zunächst gestört hat, aber nach einer kurzen Recherche habe ich entdeckt, dass es im Oktober eine Fortsetzung mit dem Titel "Ohne dich keine Weihnacht" geben soll, was das Ganze entschuldigt. Insgesamt kann ich "Ohne dich fehlt mir was", das sich perfekt als Sommerlektüre eignet, weiterempfehlen, wobei ich es - ohne dabei sexistisch sein zu wollen - eher dem weiblichen Geschlecht ans Herz legen würde.

Bewertung
 

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