Samstag, 18. Juli 2015

REZENSION zu Der Junge auf der Holzkiste. Wie Schindlers Liste mein Leben rettete.

Buchinfos

Titel: Der Junge auf der Holzkiste. Wie Schindlers Liste mein Leben rettete
Autor: Leon Leyson
Seitenzahl: 224

Verlag: FISCHER KJB
ISBN: 978-3-7335-0048-1
Preis: 8,99 €

Inhalt

Leon Leyson beschreibt in seinem autobiografischen Buch "Der Junge auf der Holzkiste" sein Leben als Jude in der Nazizeit. Er berichtet vom grausamen Lageralltag und der ständigen Todesgefahr, die immer allgegenwärtig war. Doch er hatte das Glück als 13 Jähriger Junge in Schindlers Emailwarenfabrik arbeiten zu dürfen. Als Nummer 289 auf Schindlers Liste sicherte ihm dieser Arbeitsplatz sein Überleben. Da er durch den unmenschlichen Lageralltag für sein Alter viel zu klein und schmächtig war, musste er auf eine Holzkiste steigen, um seine Arbeit an den Maschinen überhaupt erledigen zu können, daher auch der Titel des Buches.

Eigene Meinung

Die Erinnerungen Leon Leysons an seine schlimmste Zeit im Leben, sind einfach großartig. Mit seiner klaren, schnörkellosen Sprache vermittelt er seinen unfassbaren Alltag im Krakauer Ghetto, später dann auch im Lager äußerst eindrucksvoll und bewegend. Daneben erzählt er aber auch viel über seinen persönlichen Helden Oskar Schindler, der über 1000 Juden während des Holocaust das Leben rettete. Durch das Bildmaterial, das Leon Leyson zur Verfügung stellte, war für mich das Geschehen noch aufwühlender, weil ich beim Lesen die wirklichen Personen vor Augen hatte. Das verstärkt die Wirkung dieser Geschichte ungemein, finde ich. Beim Lesen dieses Buches war ich oftmals entsetzt zu welchen Grausamkeiten Menschen fähig sind. So etwas darf nie wieder passieren. Ich finde, "Der Junge auf der Holzkiste" eignet sich hervorragend im Deutschunterricht ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.
 
Fazit: Erstklassiges Zeitdokument - unbedingt lesen!

Bewertung
 

 

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