Sonntag, 7. Juni 2015

REZENSION zu Der Junge auf der Holzkiste. Wie Schindlers Liste mein Leben rettete

Buchinfos

Titel: Der Junge auf der Holzkiste. Wie Schindlers Liste mein Leben rettete
Autor: Leon Leyson
Seitenzahl: 224

Verlag: FISCHER KJB
ISBN: 978-3-7335-0048-1
Preis: 8,99 €

Inhalt

Schindlers Liste rettete während des Holocaust über tausend Juden das Leben. Leon Leyson, Nummer 289, war einer davon. Mit dreizehn Jahren begann er, in Oskar Schindlers Emailwarenfabrik zu arbeiten, wo er aufgrund seiner Größe auf eine Holzkiste steigen musste, um die Maschinen bedienen zu können. Er erzählt seine Lebensgeschichte und berichtet dabei von den Grausamkeiten, die die Nationalsozialisten den Juden während des Zweiten Weltkrieges angetan haben. Er schreibt nicht nur von dem Alltag in den Konzentrationslagern und der ständigen Todesangst sondern auch von Oskar Schindler, der ihm und seiner Familie das Leben rettete.

Eigene Meinung

"Der Junge auf der Holzkiste" ist ein wahres Meisterwerk und bekommt deshalb von mir fünf Eier. Ich habe schon einige Bücher über den Holocaust gelesen und mich speziell mit dem Fall der Anne Frank in einer Hausarbeit genauer beschäftigt, doch dieses Buch ist meiner Meinung nach das Sahnehäubchen. Mit einer klaren und leicht verständlichen Sprache berichtet Leon Leyson, der leider kurz nach Fertigstellung des Manuskripts 2013 verstarb, von seinem Leben während des Nationalsozialismus. Bereits der Prolog des Buches ist absolut fesselnd, denn dort beschreibt er sein Treffen mit Oskar Schindler im Herbst 1965, zwanzig Jahre, nachdem dieser ihn vor dem sicheren Tod bewahrt hatte. Leon wuchs in einem Dorf in Polen auf und zog schließlich mit seiner Familie nach Krakau um, wo sie die Auswirkungen des Krieges schnell zu spüren bekamen. Doch Leon gab die Hoffnung niemals auf, dass sich noch alles zum Guten wenden könnte, auch wenn sich die Situation zunehmend verschlimmerte. Egal wie schlecht es ihm ging, er verlor nie seinen Humor und seine Freundlichkeit. Stets teilte er alles mit seiner Familie und half, wo er nur konnte. Auf den letzten Seiten findet man zudem ein Nachwort zu Leons Wirken in Amerika und persönliche Abschiedsworte seiner beiden Kinder Daniel und Stacy, die abermals zeigen, was für ein besonderer Mensch Leon Leyson war. Diese ergreifende Geschichte von Leon Leyson, einem Schützling von Oskar Schindler, kann ich jedem, der sich für den Holocaust und die aufopferungsvollen Taten von Oskar Schindler interessiert, nur wärmstens empfehlen.

Bewertung
 

Kommentare:

  1. Hört sich echt total interessant an, werde ich mir mal genauer anschauen!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es wird dir bestimmt genauso gut gefallen wie mir! :)

      Löschen