Samstag, 11. Februar 2017

INTERVIEW Marie Adams "Das Café der guten Wünsche"

Hey ihr Lieben!
 
Vor einiger Zeit hatten wir das Vergnügen Günther Klößinger zu interviewen und nun haben wir die Gelegenheit eine weitere tolle Autorin über ihr aktuelles Werk sowie ihren Schreiballtag auszuquetschen. Die Rede ist von keiner geringeren als Marie Adams!
 
Marie Adams? Das ist doch Daniela Nagel!

(Copyright Traumstoff / Claudia Toman)
Hinter dem Pseudonym Marie Adams verbirgt sich tatsächlich Daniela Nagel, die unter ihrem Klarnamen vor allem für ihre Bücher über den mehr oder weniger harten Mütteralltag bekannt ist, den sie beispielsweise in "Fünf Kinder? Sie Ärmste!" schildert. Sie möchte dabei Familien die Angst vor der großen Aufgabe nehmen und zeigt zugleich auf, dass eine Großfamilie entgegen der allgemeinen Annahme mancher in der Gesellschaft viele positiven Aspekte mit sich bringt. Als Marie Adams schlägt sie nun vollkommen andere Seiten auf. Denn in ihrem Roman "Das Café der guten Wünsche" muss das Liebespaar erst einmal auf märchenhafte Art und Weise zusammenfinden.
 
Dieses Jahr fand die erste lit.Love statt, bei welcher die Verlagsgruppe Random House zum ersten Mal ihre Türen öffnete. An einem Wochenende konnten Bücherliebhaber Lesungen besuchen, an Workshop teilnehmen und natürlich mit ihren Lieblingsautoren in ein Gespräch kommen. In der extra für Blogger eingerichteten Bloggerlounge trafen wir die sympathische Marie Adams das erste Mal, wo sie über ihren Alltag als Schriftstellerin mit fünf Kindern und ihren ersten Liebesroman sprach. Heute geht es jedoch nicht um die romantische und unterhaltsame Geschichte, die sich perfekt für kuschelige Leseabende eignet, sondern um den herzlichen Menschen hinter dem Buch, Marie Adams. Viel Spaß mit unseren Interviewfragen und ihren spannenden Antworten darauf!
 

Wie kam dir die Idee zu diesem Buch, das sich thematisch doch ein wenig von deinen vorherigen Büchern unterscheidet, in denen das Muttersein eine große Rolle spielt, und wie hast du diese weiter verfolgt? Erst einmal bei Seite gelegt oder gleich mit vollem Elan darauf gestürzt?

Wie bei allen meinen Büchern kommt die Romanidee zu einem Gedanken, der mich stark beschäftigt, ganz spontan. Ganz praktisch war ich die letzten Jahre sehr stark mit dem Muttersein beschäftigt, also spielten meine Geschichten vor allen auch in dieser Welt. Aber die Idee, dass unsere Gedanken unsere Wirklichkeit beeinflussen, beschäftigt mich schon seit Teenagertagen. Als mir die passende Romanidee vor zwei Jahren dazu kam, habe ich das Buch mit viel Freude geschrieben.


Wie erschaffst du deine Figuren? Hast du dabei konkrete Vorbilder? Schreibst du dir alle Details zu einer Person auf oder hast du die Informationen im Kopf?

Unterschiedlich. Im Idealfall bin ich Monate oder manchmal auch Jahre mit einer Figur schwanger, und natürlich inspirieren mich auch viele echte Menschen. Ich schreibe mir selten Details vorab auf, sondern schaue eher, wie die Figuren in bestimmten Situationen reagieren würden. Ihr Handeln verrät mir mehr über ihren Charakter, die Figuren haben manchmal einen erstaunlichen Dickkopf und machen, was sie wollen.
Ist es dir im Alltag schon mal passiert, dass du überlegt hast, wie eine deiner Romanfiguren in dieser Situation handeln würde?
Das passt zur Frage vorher, das überlege ich dauernd. Manchmal bin ich daher in der echten Welt nicht ganz anwesend ;-).
Wenn man „Das Café der guten Wünsche“ verfilmen würde, was wäre deine Traumbesetzung?
Emma Watson wäre die perfekte Julia. Für Robert könnte ich mir eine junge Ausgabe von Hugh Grant vorstellen.
Welche Art von Szenen schreibst du am liebsten und welche sind schwieriger?
Am liebsten schreibe ich dialoglastige Szenen, Landschaftsbeschreibungen langweilen mich eher, sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen.
Hast du ein Lieblingscafé, das vielleicht ein bisschen als Vorlage für das Café Juliette gedient hat?
Oh, ja, ich hatte ein sehr charmantes Café im Kopf. Das Schöne ist, dass viele Leserinnen ihr persönliches Lieblingscafé im Kopf hatten.
Hast du in deiner Kindheit beziehungsweise Jugend schon gerne Kurzgeschichten oder Ähnliches geschrieben?
Und wie! Eine zeitlang bin ich morgens vor der Schule extra früher aufgestanden, um mich an den PC zu setzen und an meinen Romanen zu schreiben. Das Ergebnis liegt noch auf Disketten im Keller, ich habe allerdings lange nicht mehr reingeguckt.

In einem Satz: Wie sieht dein normaler Arbeitstag als Schriftsteller aus?

Wenn alle Kinder in der Schule sind, mache ich mir viel Kaffee und schreibe bis der Erste wieder da ist.

Könntest du dir vorstellen, auch mal Bücher in anderen Genres, wie zum Beispiel Krimi oder Fantasy, zu schreiben?

Ich liebäugle immer wieder mit dem Drehbuchschreiben, da ich eine zeitlang für eine Gerichtsserie aber auch an Spielfilmdrehbüchern geschrieben und auch meine Magisterarbeit zu dem Thema verfasst habe. Fantasy kann ich mir bisher nicht vorstellen, eine Thrilleridee spukt in meinem Kopf, aber passend zu der Philosophie des "Cafés der guten Wünsche" tue ich mich schwer damit, mich in allzu düstere Geschichten zu versenken – vor allem, weil mir oft Dinge in der Realität passieren, die ich vorher die Figuren habe ausprobieren lassen.

Diese drei Bücher muss man deiner Meinung nach gelesen haben:

Es gibt so viele tolle Bücher, hier meine subjektive aber leidenschaftliche Auswahl, die ganz viel mit dem Thema "Die Macht der Gedanken und Worte" zu tun hat:
  • "Gute Geister" von Kathryn Stockett
  • "Der geheime Garten" von Frances Hodgson Burnett
  • "Tagebuch des Verführers" von Sören Kierkegaard
Inwieweit hast du bei der Coverauswahl und der Titelgebung deines Buches ein Mitspracherecht?

Das Cover ist Verlagssache, ich wünschte, ich hätte da mehr Mitspracherecht, auch wenn ich z.B. das Cover vom "Café" wunderschön finde. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass bei diesem Roman der Titel mein eigener ist.

Können wir uns auf eine Fortsetzung von "Das Café der guten Wünsche" freuen?

Nein, die Geschichte von Julia und Robert ist in sich abgeschlossen. Aber Anfang nächsten Jahres erscheint mein nächster Roman, der dem "Café" vom Ton her recht ähnlich und doch ganz anders ist.

Was möchtest du abschließend noch loswerden?

Ich wünsche Euch und den Lesern Eures Blogs genauso wie es Julia in dem Roman tun würde, alles, alles Gute – aber ganz offiziell und nicht im Geheimen!
Was schon vorbei? Ihr wollt noch mehr über Marie Adams erfahren? Dann schaut euch doch gleich mal auf ihren Internetseiten als Daniela Nagel und Marie Adams um. Neugierig auf das Buch? Hier geht es zu unserer Rezension zu "Das Café der guten Wünsche".

An dieser Stelle möchten wir uns nochmal ganz herzlich bei Marie Adams für dieses tolle Interview bedanken! Wir freuen uns schon auf mehr aus deiner Feder. :)
Viele liebe Grüße

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen