Montag, 2. Mai 2016

REZENSION zu Love and Confess

Buchinfos

Titel: Love and Confess
Originaltitel: Confess
Autorin: Colleen Hoover
Seitenzahl: 384
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-42850-7

Preis: 9,99 €

Inhalt

Fünf Jahre, nachdem Auburn ihre große Liebe verloren hat, zieht sie nach Dallas, um sich dort ein neues Leben aufzubauen. Als sie dort an einer Kunstgalerie vorbeigeht, wird ihr Blick von dem Schaufenster in den Bann gezogen, denn darin befinden sich Zettel mit anonymen Geständnissen, welche Auburn zutiefst berühren. Denn auch sie trägt ein tiefes Geheimnis mit sich, das sie niemandem anvertrauen kann. Doch dann trifft sie auf Owen, den jungen Künstler mit den grünen Augen, der sie darum bittet, für einen Tag seine Assistentin zu sein, um ihm bei dem Verkauf seiner Bilder zu helfen. Aus dem kurzen Arbeitsverhältnis entwickelt sich schon bald mehr, denn die beiden teilen viele Gemeinsamkeiten und können die magnetische Anziehung, die zwischen ihren herrscht, nur unschwer leugnen. Owen und Auburn verlieben sich mit ungeahnter Wucht ineinander, doch beide verbergen Geheimnisse voreinander, die alles zu zerstören drohen, was ihnen wichtig ist.

Eigene Meinung

Nach "Weil wir uns lieben" war ich zugegebenermaßen etwas von Colleen Hoovers Büchern abgeschreckt, allerdings konnte ich es mir nach all den positiven Bewertungen zu "Love and Confess" nicht nehmen lassen meine Zweifel beiseitezuschieben und mich auf das Buch zu stürzen. Bereits nach den ersten Seiten wurde mir wieder klar, weshalb mich "Weil ich Layken liebe" so berührt sowie fasziniert hat, was auch bei "Love and Confess" nicht ausblieb, weshalb dieses Buch von mir fünf Eier bekommt. Es ist der einfühlsame Schreibstil von Colleen Hoover, der ihre Geschichten zu einem unglaublichen Leseerlebnis macht und die jeden tief ergreifen, sofern man sich vollkommen darauf einlässt. Es braucht nur ein paar ihrer Worte, um die einzigartigen Charaktere zum Leben zu erwecken und eine märchenähnliche Geschichte zu erzählen, welche auf einer unnachahmlichen Idee beruht. Die Autorin verwendet in diesem Buch viele Geständnisse, die nicht aus ihrer eigenen Feder, sondern aus der ihrer Leser stammen, welche ihr anonym die dunkelsten Geheimnisse offenbarten, wodurch die Geschichte zusätzlich an Authentizität gewinnt. Mehrmals durchlief mich ein kalter Schauder, wenn ich diese las, denn in meine Augen ist es doch nochmal etwas anderes, wenn jene Offenbarungen der Realität entsprechen. Noch schöner als die Idee, die Geständnisse abzudrucken, finde ich jedoch die Art, wie Colleen Hoover diese einsetzt: Der Künstler Owen zeichnet seine Bilder auf Grundlage dieser Geheimnisse wildfremder Menschen, die sie ihm auf kleinen Zetteln durch den Briefschlitz in seiner Galerie werfen. Als Owen gemeinsam mit Auburn, der weiblichen Hauptperson der Geschichte, vor seinen Gemälden steht, wäre ich am liebsten dabei gewesen, weil ich die Bilder unbedingt selbst sehen wollte. Deshalb staunte ich natürlich nicht schlecht, als ich umblätterte und plötzlich dieses wunderschöne Gemälde vor Augen hatte, das ich mir am liebsten sofort ins Zimmer gehängt hätte. Erst nach Beenden des Buches habe ich zu meiner großen Freude festgestellt, dass die Bilder zudem in Farbe auf der Innenseite des Einbandes abgedruckt sind. Die ganze Zeit hat mich die Frage gequält, wie Owen denn nun dazu gekommen ist, auf Grundlage der Geständnisse wildfremder Menschen Bilder zu malen. Dahingegen hätte ich die Auflösung so niemals erwartet, weshalb sie unheimlich ergreifend war und sie mir lange nicht mehr aus dem Kopf ging. Sehr imponiert hat mir an dieser Geschichte auch, dass es kein ewiges hin und her gibt, wo jeder der beiden Protagonisten denkt, zu schlecht für den anderen zu sein. Nein, obwohl ihre Liebe ohne Perspektive erscheint, versuchen Owen und Auburn dennoch ihr Glück, im vollen Bewusstsein der Konsequenzen, die es nach sich ziehen würde. An dieser Stelle sollte Auburn auch auf keinen Fall unerwähnt bleiben, denn sie ist ein absolut liebenswertes Mädchen, dessen Jugend tragischerweise frühzeitig beendet wurde, als sie den Tod ihrer großen Liebe verkraften musste und in dieser Phase von weiteren Schicksalsschlägen, wie etwa der intriganten Mutter ihres Freundes, getroffen wurde. Es war unglaublich mitzuverfolgen, wie sie sich im Laufe der Geschichte von dem unterdrückten Mädchen zu der jungen Frau entwickelt hat, die für ihre Wünsche und Sehnsüchte einsteht, nicht zuletzt durch Owens Unterstützung. Wenn ich jedoch mein Highlight aus diesem Buch hervorheben müsste, wäre das eindeutig das Ende, welches mich zu Tränen gerührt hat, was normalerweise nie passiert, denn es kam vollkommen überraschend und hat meinen Blick auf die Geschichte nochmals intensiviert.

Bewertung


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