Dienstag, 8. März 2016

REZENSION zu Göttlich verdammt

Buchinfos

Titel: Göttlich verdammt
Originaltitel: Starcrossed
Autorin: Josephine Angelini
Seitenzahl: 496

Verlag: Dressler
ISBN: 978-3-7915-2625-6

Preis: 19,95 €

Inhalt

Helen Hamilton lebt mir ihrem Vater auf Nantucket, wo nur selten etwas Aufregendes passiert. Doch dann zieht die Familie Delos auf die Insel und stellen die Welt, die Helen bis dahin kannte, vollkommen auf den Kopf. Alle Bewohner von Nantucket sind von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen hin und weg, es gibt kein anderes Gesprächsthema mehr. Helen hingegen empfindet alleine beim Gedanken an sie Unbehagen, das sie sich jedoch nicht erklären kann. Zudem wird sie auf einmal von düsteren Albträumen heimgesucht, in denen drei unheimliche Frauen Rache nehmen wollen. Nach den Ferien steht sie Lucas Delos im Schulflur gegenüber und stürzt sich, von blankem Hass ergriffen, auf den Jungen, den sie noch nie zuvor in ihrem Leben gesehen hat. Angestachelt wird Helen dabei von den unheimlichen Frauen, die seinen Tod wollen. Auch er scheint unter dem Einfluss der Furien zu stehen, doch dann geschieht etwas, das Helen und Lucas dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen: Sie verlieben sich ineinander.

Eigene Meinung

Das Jahr 2016 steht momentan ganz unter dem Motto "Lies-das-was-du-schon-immer-mal-lesen-wolltest", wo auch die Göttlich-Trilogie von Josephine Angelini nicht fehlen durfte. Mit Feuer Eifer habe ich mich somit auf "Göttlich verdammt" gestürzt, da ich mir als Fan der griechischen Mythologie eine tolle Geschichte erhofft hatte, und ich wurde nicht enttäuscht, weshalb dieses Buch vier Eier von mir bekommt. Der Einstieg in die Handlung fiel mir sehr leicht, denn Helen und ihre beste Freundin befinden sich auf einer Fähre und diskutieren an ihrem letzten Ferientag vor dem neuen Schuljahr über die Neuankömmlinge, die von den Inselbewohnern verehrt werden, da, wenn man den Gerüchten Glauben schenkt, allesamt auf eine unverschämte Art und Weise attraktiv sind. Als bodenständiges, schüchternes Mädchen möchte Helen sich davon natürlich nicht beeinflussen lassen. In der Nacht vor dem ersten Schultag hat Helen plötzlich eigenartige Albträume und wird dort von seltsamen Gestalten heimgesucht, die sogar während des Lesens eine Gänsehaut verursachen. Man steht gemeinsam mit Helen vor dem Rätsel, wie es denn nun sein kann, dass ihre komplette Bettwäsche voller Blut und Dreck ist, sowie ihre Füße mit Schnittwunden übersäht sind, obwohl sie das Zimmer definitiv nicht verlassen hat. Dieses Geheimnis wird das ganze Buch hindurch aufrecht erhalten, sodass die Spannung konstant hoch bleibt und ich vor Neugier beinahe geplatzt bin. Sehr interessant und zugleich rätselhaft fand ich auch das erste Aufeinandertreffen von Lukas Delos und Helen, denn ohne sich vorher jemals begegnet zu sein, gehen die beiden in mörderischem Hass aufeinander los. Das Eigenartige daran ist nicht nur, dass Helen sich auf den attraktivsten Jungen der gesamten Schule stürzt, sondern vielmehr die Tatsache, dass sich ihr ansonsten so ruhiges und besonnenes Wesen in eine mordlüsterne Kampfmaschine verwandelt, deren Metamorphose durch die unheimlichen Furien ausgelöst wurde. Danach spitzen sich die Ereignisse zu und es kommen immer mehr Dinge ans Licht, die man nicht mit dem normalen Verstand erklären kann. Helens unglaubliche Schnelligkeit und ihre Fähigkeit zu Fliegen sind nur zwei davon. Dabei war es stets sehr amüsant zu lesen, wie sich Helen und Lucas - oder ein anderes Mitglied der Delos Familie -  abwechselnd an die Gurgel gehen wollen, um die Blutschuld, welche die Furien fordern, zu begleichen. Denn durch Helens Adern fließt göttliches Blut und sie ist dazu verdammt, das Haus der Familie Delos, die Nachfahren des Gottes Apoll, auszulöschen. Aber durch eine spontane Rettungsaktion bei der Helen und Lucas einander vor dem Tod bewahren, wird der Fluch der Furien plötzlich von ihnen genommen. Da Helen ihre neue entdeckten Fähigkeiten erst unter Kontrolle bekommen muss und zudem von einigen anderen Scions, den Nachfahren der olympischen Göttern, verfolgt wird, verbringt sie viel Zeit mit Familie Delos und dabei speziell mit Lucas. Es kommt, wie es kommen musste, die beiden verlieben sich ineinander. Von dieser Wendung sollte man nicht allzu überrascht sein, denn sie war erstens vorhersehbar und zweitens steht es bereits in dem Klappentext. Für meinen Geschmack kam das alles schließlich zu abrupt und war an einigen Stellen so dermaßen kitschig, dass ich mich mehrmals beim Augenrollen ertappen musste. Was mir gegen Ende des Buches allerdings wieder sehr gut gefallen hat, ist die Äußerung einer Person, die im Verlauf des Buches eine wichtige Rolle spielt, und welche mich ziemlich neugierig auf die weiteren Bände der Reihe macht.


Bewertung

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